Warum unterscheidet sich die Anlaufreibung in einem Azimutmechanismus von der Laufreibung?

Kleinwind / Fragen vor dem Kauf

Mechanische Schnittstellen

Warum unterscheidet sich die Anlaufreibung in einem Azimutmechanismus von der Laufreibung?

Die kurze Antwort

Das Anlaufmoment muss den Losbrechwiderstand des Mechanismus aus dem Stillstand überwinden; das Laufmoment hält die Bewegung unter den jeweiligen Bedingungen aufrecht. Beide müssen nicht gleich sein. Die Bewertung eines mechanischen Wind-Azimutantriebs sollte die maßgebenden Anlauf- und Bewegungsbedingungen getrennt betrachten, statt überall einen einzigen Reibungswert zu verwenden.

Die Widerstandsquellen identifizieren

Lagerkontakt, Dichtungen, Verzahnung, Schmierstoff und eine gegebenenfalls eingebaute Bremse können unterschiedliche Widerstände beitragen. Ein äußeres windinduziertes Azimutmoment kann die Bewegung unterstützen oder ihr entgegenwirken. Ein hoher Losbrechbedarf zeigt allein noch nicht, welcher Anteil maßgebend ist. Den bestimmungsgemäß freigegebenen Mechanismus von einer weiterhin angelegten Bremse oder einem anderen blockierten Zustand unterscheiden; dies sind verschiedene mechanische Zustände, die nicht zu einer normalen Reibungsschätzung vermischt werden sollten.

Zustand und Betriebsprofil dem Drehmoment zuordnen

Temperatur, Stillstandszeit, Richtung und angreifende Last können den Vergleich beeinflussen. Ein in einem Zustand gemessener Laufwert ist nicht automatisch das maximale Drehmoment, das in einem anderen Zustand zum Bewegungsbeginn benötigt wird. SEW weist darauf hin, dass Anlauf- und Betriebswirkungsgrade bei Getrieben unterschiedlich sein können; dies zeigt, warum das Verhalten bei gleichförmiger Bewegung nicht jeden Anlauf beschreibt. Das Beispiel legt keinen numerischen Anlauffaktor für einen anderen Azimutmechanismus fest.

Zwei ausdrücklich definierte mechanische Fälle anfordern

Den Azimutlieferanten nach seinen Annahmen für Losbrech- und Laufmoment, dem Beitrag äußerer Lasten und den relevanten Betriebsbedingungen an derselben Ausgangsschnittstelle fragen. Den Konstrukteur den ausgewählten Antrieb anhand tatsächlicher Herstellerkennwerte gegen diese Anforderungen prüfen lassen. MARSTON-Azimutreibung und Antriebsaufbau sind weiterhin unbestätigt. Elektrischen Strom oder Überlasteinstellungen nicht erhöhen, um unbekannten Widerstand zu kompensieren. Die Auswahlfrage lautet, ob der dokumentierte mechanische Bedarf einschließlich Anlauf durch die genaue Antriebsanordnung abgedeckt wird. Ein Anlaufmomentvergleich sollte, soweit relevant, die Stillstandszeit und den thermischen Anfangszustand angeben. Ein unmittelbar nach einer Bewegung erneut gestarteter Mechanismus muss nicht denselben Losbrechzustand repräsentieren wie einer, der nach längerem Stillstand anläuft.

Quellen

Die Beispiele dienen der Veranschaulichung. Produktspezifische Leistung, Kompatibilität und Lieferumfang sind anhand der geltenden Unterlagen zu bestätigen.